Viele Seebäder an der Ostsee erheben eine Kurabgabe oder Kurtaxe. Bezahlen muss man die Kurkarte im Allgemeinen beim Vermieter der Unterkunft. Nach Entrichtung des Beitrages erhält man eine Kurkarte. Wofür wird die Kurtaxe verwendet? Mit dem Geld wird unter anderen der Strand gereinigt und die Müllentsorgung am Badestrand organisiert. Bezahlt wird die Unterhaltung der Wasserrettung, die Strandtoiletten, Untersuchung der Wasserqualität. Aber auch viele kulturelle Veranstaltungen in den Ostseebädern werden durch die Kurabgabe finanziert. Welche Leistungen erhält man für die Kurkarte? Für viele Veranstaltungen, welche von den Touristinformationen organisiert werden, erhält man ermäßigte Eintrittskarten. In vielen Kurbädern finden kostenlose Kurkonzerte statt. Kinder, Schüler, Studenten, Schwerbehinderte, Arbeitslose und Hartz 4 Empfänger erhalten oftmals Ermäßigungen oder erhalten eine Befreiung von der Kurtaxe. Manche Badeorte erheben noch zusätzlich einen Betrag für Hunde. Wer einen längeren Urlaub mit der ganzen Familie an der Ostsee in der Hochsaison verleben möchte, sollte die Kurabgabe mit einplanen. Übrigens nur anerkannte Erholungsorte und Kurorte dürfen eine Kurabgabe verlangen.
An vielen Strandzugängen befinden Automaten, wo man eine Kurkarte kaufen kann. Die Strandreinigung und die Benutzung der Strandtoiletten ist dafür meistens kostenlos. In den Usedomer Kaiserbädern sind es im Jahr 2009 über 3000000 Euro an Kurtaxe. Dafür kann der Urlaubsgast umfangreiche kulturelle Angebote in diesen Seebädern erwarten. Wer länger an der Ostsee bleiben möchte, kann auch eine Jahreskarte kaufen. Bei der Berechnung der Kurabgabe wird oftmals noch unterschieden zwischen Tagesgästen und Touristen, welche im Ort übernachten. Kurtaxe für Kurzeitbesucher ist meist etwas höher.