Karnin auf der Insel Usedom im Usedomer Winkel

Karnin liegt im Usedomer Winkel am Peenestrom. In Karnin auf Usedom leben rund 80 Einwohner. 1267 wurde der Ort erstmalig erwähnt. Verwaltungsmässig gehört das Dorf zur Stadt Usedom. Sehenswert ist das technische Denkmal, die Eisenbahnhubrücke. Im Nachbarort Mönchow befindet sich eine schöne Dorfkirche. Der Lotsenturm, welcher oft mit einem Leuchtturm verwechselt wird, wurde im Jahre 1938 gebaut, die Höhe beträgt 21,60 m, an der dicksten Stelle hat er einen Durchmesser von 4,80 m. Lotsen aus Swinemünde gingen, nach passieren der Kaiserfahrt in Karnin von Bord. Karniner Lotsen begleiteten die Schiffe weiter durch den Peenestrom Richtung Wolgast. Mit dem Zug sind die Lotsen, der bis 1945 fuhr, wieder zum Ausgangspunkt gekommen.

Karnin Insel Usedom Lotsenturm

Auf der ganzen Insel Usedom gibt es keinen Leuchtturm, der nächste befindet sich auf der polnischen Insel Wolin in Swinemünder Leuchtturm welcher besichtigt werden kann. Zur Zeit befindet sich im Lotsenturm von Karnin eine Ferienwohnung, ein kleines Hotel der gehobenen Klasse.

Insel Usedom Karnin

Blick auf das Dorf Karnin am Peenestrom. Im Dorf wurden viele Ferienwohnungen neu gebaut, Urlauber in Karnin lieben die Ruhe und die Natur. Ein Hotel in diesem Dorf kenne ich nicht.

Karnin im Usedomer Winkel

Der Ort hat Anschluß an den Fahrradweg Berlin Usedom.

Aus der Geschichte von Karnin bei Usedom

1267 schreibweise Carnyn (Manfred Niemeyer Greifswalder Beiträge zur Ortsnamenkunde)
1690 schreibweise Karnin (Manfred Niemeyer Greifswalder Beiträge zur Ortsnamenkunde)
12.1875 Fertigstellung der EisenbahnBrücke bei Karnin
15.5.1876 Eisenbahnanschluss Einweihung der Strecke Swinemünde Ducherow
1.7.1908 EisenbahnBrücke Karnin Zweigleisig
1908-09 Strassenbau Vossberg - Gellenthin - Nebenhin - Karnin
1932/33 Ersatz der DrehBrücken durch eine HubBrücke. Die maximale Hubhöhe betrug 28 m. In der damaligen Zeit war sie die modernste HubBrücke in Europa.
29.4.1945 Sprengung der EisenbahnBrücke auf deutschen Befehl. Das Hubteil in der Mitte blieb stehen und ist heute noch zu sehen.
1952 Beräumung der Trümmer der Sprengung der EisenbahnBrücke
1.9.1970 Die Karniner Dorfschule wird geschlossen
1988/89 Sanierung des Lotsenturmes in Karnin.
07.6.1990 Unterschutzstellung der HubBrücke als Denkmal