Naturschutzgebiet Kachliner See Thurbruch Usedom
Der See im Thurbruch ist Brutheimat vieler Vögel und besonders zur Herbstzeit Rastplatz vieler Zugvogelarten, wie Gänse und Limikolen. Der Kachliner See liegt im Zentrum des Thurbruches. 8 Meter dicke Torfschichten wurden bei Bohrungen in der Nähe des Kachliner Sees gemessen im Thurbruch. In der Nähe vom Windrad wurde in der Vergangenheit Torf abgebaut, Davon zeugen heute noch einige Restlöcher als Seen, welche mit Wasser gefüllt sind. 1750 wurde der Kachliner See durch den Landbaumeister Knüppel mit einen "Knüppelgraben" in Richtung Wolgastsee, weiter über den Zerninsee zum Haff entwässert. 1819 wurde der Sackkanal vom Gothensee, welcher am Hundestrand Heringsdorf in die Ostsee mündet, gebaut. Mit dem Bau der vielen Entwässerungsgräben, sollte die Tierhaltung weiter verbessert werden. Heute werden die Wiesen um den See meistens für die Rindermast genutzt. Um den See gibt es einen breiten Schilfrohrgürtel, welcher an Land oft in einen Erlenbruch übergeht.
Blick über den rund 100 Hektar großen Kachliner See. Das Schilfrohr wurde in der Vergangenheit oft zum Dachdecken verwendet. Das Schilfrohr wurde im Winter, wenn der See zugefroren war, geschnitten und danach zum Verkauf gebündelt.
Der See hat eine durchschnittliche Tiefe von 1,5 m. Der See ist durch einen Graben, der Bäck, verbunden mit dem Gothensee, dieser wiederum durch den Sackkanal mit der Ostsee zwischen Heringsdorf und Bansin. Weitere Naturschutzgebiete in der Umgebung Gothensee und Vogelschutzgebiet Karsibor.
Im Pumpwerk Kachlin kann man angeln. Gültige Angelscheine kann man beim Ordnungsamt im Rathaus Usedom kaufen.